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Hallo!
heute war mein erster Tag in der Uni und das erste Zusammentreffen mit internationalen Studenten. Der Campus der University of Auckland ist riesig, er bildet einen eigenen Stadtteil und ueberall findet man Gebaeude, in denen irgendwelche Departments, Faculties oder sonstwas untergebracht sind. Ich werde demnaechst mal Bilder hochladen, weil es wirklich Wahnsinn ist, wie viele verschiedene Baustile hier zu finden sind. Der Campus ist echt sehr cool - kein Vergleich zu Nuernberg und erst recht kein Vergleich zu Montevideo. Es gibt hier wohl zehntausende von Studenten, aber dennoch trifft man auf Schritt und Tritt Deutsche, insgesamt studieren ungefaehr 700 hier. Habe bisher ich nur einen Norweger kennengelernt und ca. 15 Deutsche.
Man merkt schon, dass es hier zum einen viele internationale Studenten gibt und dass diese zum anderen auch noch kraeftig zahlen. So gibt es eine extra Lounge nur fuer Internationale, in der staendig Betreuer sind, die einem weiterhelfen.
Ausserdem auffaellig ist, dass nur ein sehr geringer Teil der Studenten im Postgraduate-Bereich studiert. Fuer uns gibt es eine Extra-Lounge, zu der nur wir (und von uns geladene Gaeste) Zutritt haben, in den Fakultaeten gibt es eigene 'Staff and Postgraduate Students Areas', man wird vom Head of Department persoenlich begruesst, haben einen eigenen Computerraum und eine eigene Bibliothek und das Beste: wir bekommen Chipkarten und einen Hausschluessel, um 24 Stunden Zutritt zu dem Gebaeude zu haben.
Das war der angenehme Teil. Nachdem ich erst am Samstag angekommen bin, hatte ich natuerlich von nichts eine Ahnung und habe heute morgen meine erste dreistuendige Vorlesung verpasst. Aber dafuer einen dicken Waelzer mit den Unterrichtsmaterialien in die Hand gedrueckt bekommen. In diesem Kurs sind wir von 18 Studenten fuenf Deutsche. Und da sind halt moechte-gern-Business-People und Ich-war-schon-in-China-Frankreich-und-Spanien-und-finde-das-hohe-
Niveau-prima-und-deutsch-sprechen-ist-uncool-Leute dabei. Irgendwie sind unter denen ziemlich wenige, die hier einfach mal zum Studieren sind.
Da habe ich mich gleich mal maechtig fehl am Platz gefuehlt. Werde wohl einen meinen vier Kurse schmeissen, weil das hier alles nach richtig Arbeit aussieht.
Die Stadt gefaellt mir immer besser. Zum Mittagessen waren wir zusammen in so einer Chinesen-Absteige, wo es wirklich gutes Essen zu vernuenftigen Preisen gibt. Das Wetter ist echt sehr seltsam, es scheint die Sonne, strahlend blauer Himmel, dann regnet es fuenf Minuten und dann strahlt wieder die Sonne. Sehr unkalkulierbar.
In meiner internationlen WG zeigen sich staendig neue komische Angewohnheiten - ich habe meine Gabel, mein Messer, meinen Teller, meinen Platz im Kuehlschrank und da wird nichts vermischt. Ausserdem sperrt jeder sein Zimmer ab, wenn er ausser Haus ist. Andrew habe ich seit dem ersten zweiminuetigen Treffen nicht mehr gesehen. Vielleicht gelingt mir in den naechsten Tagen mal ein Schnappschuss von ihm...
Alle die aufgrund meiner leichten Depression am Telefon besorgt waren, koennen beruhigt sein: Auckland scheint sich zu einer verdammt guten Entscheidung zu entwickeln.
Bald mal Bilder.
Gruesse vom anderen Ende der Welt.
Euer Fabian
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