Hallo!
habe mich heute freiwillig der Wissenschaft als Versuchsobjekt zur Verfügung gestellt. Eine Doktorandin aus Mazedonien macht eine Studie zur Erforschung des sog. Stroop-Effekts bei bilingualen Studenten. Dieser Effekt ist nach seinem Entdecker J. Rideley Stroop benannt und besagt folgendes: Wenn -wie auf diesem Bild- die Farbenamen in verschiedenen Farben geschrieben werden, kommt der Mensch leicht durcheinander.
Wenn man versucht, die Farben, in denen das Wort geschrieben wurde, laut vorzulesen, passiert es leicht, dass man die Wörter sagt.
Die Studie versucht zu beweisen, dass der Mensch in seiner Nicht-Muttersprache damit weniger Probleme hat, weil die automatische Erkennung der Wortbedeutung dort nicht so ausgeprägt ist.
Für den Test wurden mir 139 Elektroden an den Kopf angeschlossen, was schonmal sehr lustig aussah:
Dann musste ich in einem Labor am Computer 20 Minuten genau diese Übung machen wie oben auf dem Bild - nur durch Tastendrücken möglichst schnell die Farbe bestimmen. War nicht gerade spannend, aber interessant mitzubekommen, wie oft man sich irrt und es einen Sekundenbruchteil später selbst merkt.
Die Ergebnisse werden wohl in den nächsten Wochen veröffentlichen. Gehe aber mal davon aus, dass ich -zumindest hier- keine Abnormalitäten gezeigt habe. Katrin, eine Psychologie-Studentin aus Berlin, macht eine Untersuchung über die Zusammenarbeit der linken und rechten Gehirnhälfte bei Links- und Rechtshändern - vielleicht ergibt sich da auch noch eine Chance auf tiefere Einblicke auf das Innenleben meines Schädels.
Soviel für die Bildung. Mehr Neues gibt es nicht.
Grüße & ein schönes Wochenende!
Fabian